Von Zentrum lernen, heißt siegen lernen

Fände die aktuelle Entwicklung bestimmt voll klasse: Paul von Hindenburg | Von Max Liebermann – Duitse Wikipedia op [1], Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3926767

Nach ihrer massiven Wahlschlappe in Thüringen, haben 17 CDU-Vertreter sich hingesetzt und nach Lösungen für ihr aktuelles Problem gesucht. Fündig wurden sie dabei in historischen Abhandlungen. So stand die Vorgängerpartei Deutsche Zentrumspartei 1933 vor ähnlichen Problemen und hatte damals eine gute Lösung gefunden: Die Zusammenarbeit mit der NSDAP half, die vergrämten Bürger wieder zurück auf den Pfad der Demokratie zu führen.

Wollte Hitler handzahm machen: Ludwig Kaas | Von unbekannt – Büro des Reichstags (Hg.): Reichstags-Handbuch 1928, IV. Wahlperiode, Verlag der Reichsdruckerei, Berlin 1928, PD-§-134, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=5055994

Nach nur 12 Jahren hatte sich das Problem dann ganz von allein erledigt.

Eine solch simple Lösung, scheint bei der CDU immer beliebter zu werden, denn es sind nicht die ersten Bestrebungen in diese Richtung.

Federführend in der aktuellen Debatte ist der stellvertretende thüringische CDU-Fraktionschef Michael Heym, der sich offenbar ganz genau mit den positiven Folgen eines solchen Schrittes befasst hat. Sein historisches Vorbild: Ludwig Kaas, der meinte, er können Adolf Hitler zähmen. Was kann da schon schiefgehen?

Auftragsmörder empört

Der österreichische Auftragsmörder Herbert Cornelius Stracke ist empört. Während er ganz harmlos dabei war, den Chef einer Baufirma zu ermorden, hat ihn ein Fotograf heimlich dabei aufgenommen. Für Stracke steht nun fest: »Der Fotograf gehört hinter Gitter!«

Unklar ist noch, wer den Fotografen beauftragt hat, aber auch das will Stracke herausfinden und den Auftraggeber am Ende selbst lynchen.

»Ich habe schließlich nichts verwerfliches getan. So ein kleiner Mord hier und da … das ist nichts dagegen, heimlich fotografiert zu werden!«

Auch ein anderes stichhaltiges Argument liefert Stracke, warum er unschuldig sei: »Meine Auftraggeberin hat mir nie Geld gegeben. Sie hatte mir zwar eine knappe Million Euro versprochen, aber mir das Geld einfach nie überwiesen. Und das, wo ich ihr sogar extra noch einen Verein genannt hatte, der das Geld heimlich an mich weiterleiten würde. Eine Frechheit sowas!«

Für Stracke steht fest, dass auch das weiße Pulver, das während des Mordes an seinen Nasenflügeln geklebt hat, nichts weiter verwerfliches war. »Ich habe halt Schuppen. Und sollte das doch irgendwas anderes gewesen sein, dann hat meine Auftraggeberin mich dazu gebracht, das Zeug zu schnupfen. Ich wollte das gar nicht.«

Generell steht Stracke dafür ein, Auftragsmorde endlich nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen. Schließlich sei noch niemals jemandem etwas Schlimmes durch Landesverrat Auftragsmord passiert. »Ein paar Tote hier und da. Na und? Mein großes Vorbild ist ein österreichischer Auftragsmörder, der nach Deutschland gegangen ist. Millionen von Menschen hat er ermordet. Von solchen Zahlen kann ich bislang nur träumen.« Stracke scheint in Gedanken zu schwelgen. »So ein kleiner Genozid unter Freunden …. hachja.«

Sorgen um seine Zukunft mache Stracke sich keine. Schließlich habe ihm ein Saudischer Kronprinz bereits eine Menge Geld dafür geboten, ihm genau zu erklären, wie man es schaffen kann, sich als Auftragsmörder so geschickt als Opfer darzustellen. Sowieso sei an allem nur die jüdische Weltverschwörung schuld, die es auf Auftragsmörder abgesehen habe.