Spendabel: Dorothee Bär verschenkt Millionen Smartphones

Bild: Olaf Kosinsky (kosinsky.eu)
Lizenz: CC BY-SA 3.0-de

Das hätte jetzt niemand gedacht: Nach ihren eher unbedacht wirkenden Äußerungen zum Thema Corona-App und alten Handys, stellt Dorothee Bär nun klar, dass sie keine dumme, elitäre, reiche Kackbratze ist, die will, dass jeder jedes Jahr ein neues Smartphone kauft, um den Planeten mit Elektroschrott zu überziehen. Nein, sie habe ihre Aussage gut gemeint und sei nur verkürzt dargestellt worden.

Um das Problem, das alte Handys nicht mit der Corona-App kompatibel seien und damit ausgerechnet die Haushalte mit wenig Einkommen, die am stärksten von Corona gefährdet seien, sich kein aktuelles Handy leisten können zu lösen, verschenkt Dorothee Bär nun Millionen iPhone 11s.

Wer gerne eines bekommen möchte, soll einfach nur eine Mail an dorothee.baer@bundestag.de schreiben.

Nur die Meinung der CDU zählt

Freut sich, der CDU den schwarzen Peter zuschieben zu könne: Olaf Scholz | Von Frank Schwichtenberg – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=66024173

Endlich ist es amtlich: In der Bundesregierung zählt einzig die Meinung der CDU. So verkündete es heute Bundesfinanziminister Olaf Scholz (SPD):

»Ja, ich bin dafür, das Steuertransparenzgesetz auf EU-Ebene endlich voranzubringen« sagte Scholz und lachte dabei unehrlich. »Aber die CDU ist dagegen. Was soll ich machen?«

Angesprochen darauf, dass die CDU/CSU die Meinung der SPD auch einen feuchten Kehricht schert, sagte er: »Ja, aber sehen Sie … bei der Glyphosatzulassung, da war es die CSU, die die Meinung der SPD ignoriert hat. Das geht in Ordnung. Aber als SPD dürfen wir, nur um unseren Grundsätzen und unseren Versprechen treu zu bleiben, doch nicht einfach die Meinung der CDU/CSU ignorieren. Wo kommen wir denn da hin, wenn man einfach ignoriert, was die CDU/CSU will?«

Mit dem völligen Verzicht auf Rückgrat und eigene Prinzipien, sorgt der Vizekanzler nun auch weiterhin dafür, die SPD ihrem erklärten Ziel ein Stück näher zu bringen.


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Von Zentrum lernen, heißt siegen lernen

Fände die aktuelle Entwicklung bestimmt voll klasse: Paul von Hindenburg | Von Max Liebermann – Duitse Wikipedia op [1], Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3926767

Nach ihrer massiven Wahlschlappe in Thüringen, haben 17 CDU-Vertreter sich hingesetzt und nach Lösungen für ihr aktuelles Problem gesucht. Fündig wurden sie dabei in historischen Abhandlungen. So stand die Vorgängerpartei Deutsche Zentrumspartei 1933 vor ähnlichen Problemen und hatte damals eine gute Lösung gefunden: Die Zusammenarbeit mit der NSDAP half, die vergrämten Bürger wieder zurück auf den Pfad der Demokratie zu führen.

Wollte Hitler handzahm machen: Ludwig Kaas | Von unbekannt – Büro des Reichstags (Hg.): Reichstags-Handbuch 1928, IV. Wahlperiode, Verlag der Reichsdruckerei, Berlin 1928, PD-§-134, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=5055994

Nach nur 12 Jahren hatte sich das Problem dann ganz von allein erledigt.

Eine solch simple Lösung, scheint bei der CDU immer beliebter zu werden, denn es sind nicht die ersten Bestrebungen in diese Richtung.

Federführend in der aktuellen Debatte ist der stellvertretende thüringische CDU-Fraktionschef Michael Heym, der sich offenbar ganz genau mit den positiven Folgen eines solchen Schrittes befasst hat. Sein historisches Vorbild: Ludwig Kaas, der meinte, er können Adolf Hitler zähmen. Was kann da schon schiefgehen?